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   Apr 11

Effizient heizen über das Passivhaus

Sitzt man im Winter im schön beheizten Haus, dann sollte man sich bei nächster Gelegenheit mal Gedanken über den Verbrauch an Ressourcen machen. Stichwort Energie: In den meisten Fällen nimmt einer dann den Strom der großen Energieproduzenten in Anspruch. Dass hier nicht Ökostrom geliefert wird, sollte klar sein. Damit wäre also ein erster Ansatzpunkt geliefert, an dem ganz durchschnittliche Menschen in Richtung umweltschonende Energieformen umsteuern können.

Ganz vergessen wird dabei aber oft der Punkt, allein schon durch den richtigen Hausbau, durch zeitgemäße Dämm- und Isoliersysteme den Energieverbrauch auf ein Minimum zu drosseln. Genau dieser Ansatz wird durch das Passivhaus vertreten.

Das Passivhaus: Funktion und Wirkung

Nun, wodurch zeichnet sich ein solches Passivhaus aus. Dem gängigen Verständnis folgend, ist ein Passivhaus ein Hausbau, das mit einen sehr effizient gestalteten Isolation versehen ist. Dazu kommt in vielen Fällen auch der Einsatz eine auf das Passivhaus abgestimmten Lüftungsanlage. Zählt man noch verschiedenen Solar- und Windsysteme zur Energieerzeugung dazu, dann gelangt man unter dem Strich und ganz im Groben zu einer Vorstellung eines Passivhaus.

Der große Clou an einem Passivhaus liegt im Wesentlichen darin begründet, dass dieses Haus mit einem minimalen Quantum an Energie auskommt. Der Großteil der Energie wird selbst erzeugt – durch die sehr gute Wärmedämmung wie auch durch den selbst erzeugten Strom. Beides sind die Garanten für eine ressourcenschonende Wohn- und Lebensweise.

Im Passsivhaus verwendetet Techniken

Grundvoraussetzung für die minimale Nutzung externer Energien sind natürlich die Wärmeisolation wie auch die Anlagen zur Be- und Entlüftung des Hauses. Hierdurch wird für die besten klimatischen Bedingungen im Passivhaus gesorgt. Im Winter sieht dies dann wie folgt aus: Durch die extreme Isolation der Wände, Fenster wie auch Dächer des Passivhaus lässt sich die erzeugte Wärme auf effiziente Art und Weise speichern. Vergleicht man allein die verwendeten Gläser des Passivhaus mit denen im herkömmlichen Wohnungsbau verwendeten Fensterscheiben, dann sieht man, dass hier mit speziellen dreifach verglasten Fenstersystemen gearbeitet wird. Damit erreicht man nicht nur eine gute Isolation von der kalten Außenluft, sondern erreicht darüber hinaus auch, dass auch die warme Luft im Haus selbst verbleibt. Beides kann man unter den technischen Begriffen der Abstrahlwärme wie auch der Rückgewinnung von Wärme zusammenfassen. Hier ist in der Tat der Bewohner des Haus nicht nur Bewohner, sondern auch seine eigene Heizung.

Und wie gelangt der Bewohner des Passivhaus zu neuer frischer Luft? Die muss ja notwendiger Weise von Außen kommen. Selbst für diesen Fall haben die Architekten des Passivhaus vorgesorgt. Denn durch ein effektives System zu Zufuhr von Frischluft lässt sich dieses Problem bewältigen. Hier wird wie folgt vorgegangen: Man leitet die kühle Außenluft über ein spezielles System weiter: In diesem Systeme wird die kühle Außenluft über Erdwärme auf ein gewünschten Wärmeniveau gebracht. So einfach kann Heizen sein. Natürlich gehört dazu Technik, die es in sich hat.

Heizen: im Winter – ja!

Mit Sicherheit ist dies Technik für unserer Breitengrade in der Regel ausreichen und gut genug, um eine Wohntemperatur von 23 oder 24 Grad auch im Winter zu halten. Bei wirklich tiefen Temperaturen in starken Wintern muss man sich dann doch eines Heizsystems behelfen. Hier würde man dann auf der verbreiteten Systeme der Fernwärme und der Gasbeheizung zurückgreifen.

Im Sommer: angenehme Kühle

Während warmer Sommertage profitiert man dann von dem integrierten Lüftungssystem. Eines ist dabei immer gewiss: Mit der Verdunstungskälte erzeugte kühle Luft lässt einen den Sommer in Europa auch im Passivhaus auf angenehme Art und Weise verbringen. Auf eine Klimaanlage kann daher in den meisten Fällen verzichtet werden. Gegen einen Einbau spricht prinzipiell nichts, es konterkariert nur das Konzept des Passivhaus. Schlussendlich lässt sich also die Behauptung und These aufstellen, dass im Passivhaus eine Chance der Zukunft liegt. Alles steht und fällt mit der Möglichkeit, dieses Prinzip auch in Häusern mit mehreren Mietparteien umzusetzen.